ERGEBNISSE DER SCHULVISITATION

 

Schulvisitation in Brandenburg

 

„Ziel der Schulvisitation ist es, mit transparenten, deutlich standardisierten sowie

strukturierten Methoden und Instrumenten eine Schule als Gesamtsystem zu

untersuchen…. Bezugnehmend auf den „Orientierungsrahmen Schulqualität in

Brandenburg“ wird für die Schule eine umfassende Bewertung wichtiger

Qualitätsmerkmale vorgenommen. Die aus den Ergebnissen resultierenden Hinweise

auf die Stärken und Schwächen der Schule möglicherweise andere Aspekte von

Schulqualität außer Betracht. Gleichwohl wird davon ausgegangen, dass die

Ergebnisse der externen Evaluation Impulse für die zukünftige Schul-und

Unterrichtsentwicklung gegeben werden…. . Der Endbericht ist zugleich an den für

Schule verantwortlichen Schulträger und die zuständige Schulaufsicht adressiert, da

beide für den Entwicklungsstand der Schule mittelbar Verantwortung tragen“

 

Ziele der Visitation

 

  1. Prüfung der Qualität der Schule als Gesamtsystem anhand

           ausgewiesener Qualitätsbereiche und Qualitätsindikatoren

     2.   Erhöhung der Zuverlässigkeit des schulinternen Qualitätsurteils durch

           eine unabhängige Außensicht

     3.   Förderung der schulischen Diskussions-und Entwicklungsprozesse

 

Ablauf der Visitation

Befragungen von Schülerinnen und Schülern und Eltern

(An der freiwilligen Befragung nahmen an unserer Schule 85% bzw. 81% teil)

Umfangreiche Datenerhebung

Onlinebefragung der Lehrkräfte(An der freiwilligen Befragung nahmen an unserer Schule 100% teil)

Drei Visitationstage ( Unterrichtshospitationen, Gesprächsrunden,

Dokumentenanalyse, Feedback)

Rückmeldung zum Visitationergebnis an die Schulleitung und an die

Schulöffentlichkeit

Schriftlicher Visitationsbericht

 

Ausgangsposition der Schule 

Profil und Standortbedingungen

-Von 1991 bis 2005 eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe

-Seit 2005 eine Ganztagsschule

-Mit Beginn des Schuljahres 2006/07 erfolgte die Umwandlung in eine 

Oberschule mit bildungsgangübergreifendem Unterricht (integrativ)

-Die Schule liegt eher in einem sozialen Brennpunkt

-Das Einzugsgebiet wird eher als kleinstädtisch mit wenig Industrie beschrieben

 

Einzugsbereich

Rheinsberg, Flecken Zechlin, Lindow, Neuruppin, Altruppin sowie Landkreis

Oberhavel (durchschnittlich ca. 170 Schüler)

Konkurenzsituation ist durch die Oberschulen und Gymnasien in Neuruppin gegeben.

19 Lehrkräfte

1 Schulsozialarbeiterin für Beratungs-und Unterrichtsangebote

Das Schulgebäude ist im Innenbereich saniert.

 

Ergebnisse 

Bewertet wurden 16 Profilmerkmale, die sich auf 6 Qualitätsbereiche beziehen

Bewertet wurde nach vier Beurteilungskategorien

 

Gesamtergebnis im Überblick

Punktewert Beschreibung               Anzahl der erreichten Wertungen

4 überwiegend stark                                   1

3 eher stark als schwach                            9

2 eher schwach als stark                            6

1 überwiegend schwach                              0

 

Stärken der Schule

-Es existiert eine hohe Zufriedenheit aller an Schule Beteiligten mit ihrer

Bildungseinrichtung

-Das Angebot an Arbeitsgemeinschaften ist vielfältig und am Profil der

Oberschule orientiert

-Das schulische Lernangebot berücksichtigt im besonderen Maße

fächerverbindende und fächerübergreifende Elemente des Unterrichts sowie

Aspekte des Praxislernens

-Das Ganztagsangebot mit einer Vielzahl außerschulischer

Kooperationspartner wird von Eltern und Schülern gewürdigt und prägt das

Bild der Schule

-Das Ganztagskonzept der Schule ist Bestandteil eines Schulprogramms, das

in der Art seiner inhaltlichen Gestaltung als Handlungsrahmen für schulische

Entwicklungsprozesse dient

-Eine Vielzahl von Jahreshöhepunkten bestimmt das Schulleben und befördert

die Identifikation der Lehrkräfte, Eltern und Schüler mit ihrer

Bildungseinrichtung

-In der Heinrich-Rau-Oberschule herrscht eine demokratische Kultur der

Meinungsbildung 

-Es werden Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf in das Schulleben

integriert

-Durch vielfältige Maßnahmen der Lehrkräftefortbildung wird dazu beigetragen,

die Professionalität der Lehrkräfte zu erhöhen

-Den Lehrkräften gelingt es durch ihr pädagogisches Handeln eine entspannte

Lernatmosphäre zu schaffen 

-Ein deutlich strukturierter Unterricht, der an der Lebenswelt der Schülerinnen

und Schüler orientiert ist sowie ein fairer und respektvoller Umgang der

Lehrkräfte mit den Lernenden sind Fundamente für einen zielgerichteten

Lernprozess 

-Effektive, transparente und in den schulischen Gremien abgestimmte

Maßnahmen der Unterrichtsorganisation bilden die Basis für zweckmäßig

gestaltete Prozesse der Stoffvermittlung

 

Schwächen der Schule

-Nach Wahrnehmung des Visitationsteams existiert ein gesamtschulischer

Konsens hinsichtlich abgestimmter Qualitätsmerkmale guten Unterrichtes

noch nicht

-Binnendifferenzierung muss noch weiter ausgebaut werden bezüglich

Anforderungsniveau, Arbeitsmittel, Zeitvorgaben, Arbeitsumfang und gezielten

Impulsen der Lehrkräfte für den Einzelnen

-Die systematische Erfassung der Lernentwicklung jedes Schülers muss in der

gesamtschulischen Praxis weiter ausgebaut werden

-Nach Wahrnehmung des Visitationsteams existiert ein teilweises

uneinheitliches Vorgehen im Kollegium der Lehrkräfte im Umgang mit

Hausaufgaben und zu Fragen der Leistungsbewertung

-Die gegenwärtig an der Schule praktizierten differenzierten Regelungen sind

in ihrer Handhabung für Eltern und Schüler nicht in jedem Fall transparent

-Die systematische, regelmäßige und kriteriengestützte Evaluation der

Unterrichts-und Erziehungsarbeit muss verbessert werden

 

Stellungnahme der Schule 

-Der Visitationsbericht wurde in der Konferenz der Lehrkräfte und in der 

Schulkonferenz ausgewertet und diskutiert

-Erfreulich ist das überwiegend positive Abschneiden in der Bewertung

-Es ist dem Lehrkräftepersonal klar, dass nach 4 Jahren Umwandlung von 

einer Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe in eine zweizügige Oberschule

und parallel dazu Abbau von Lehrkräften noch nicht alles klappen kann 

-In Auswertung der Visitation ist das Lehrkräftepersonal an der Erarbeitung

eines Maßnahmeplanes zur weiteren Verbesserung der Bildungs-und

Erziehungsarbeit tätig 

-Die Schulkonferenz hat den Inhalt der Veröffentlichung in dieser Form

beschlossen

weiterführende Informationen zur Schulvisitation in Brandenburg